Tja, was denn eigentlich? Restauration eines 69er Mercury Cougars, die abgebrochen wurde, um
an anderer Stelle weiter zu machen und Bau eines 408er-Strokers (Der Knief).

 

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Alles begann mit mittelmäßigem Ölverlust und leichtem Flugrost an der Karosserie meines geliebten 69er Mercury
Cougars. Nicht daß ich sonderlich stolz auf das Tuning-Design der 80er war, mit dem hochgesetzten Arsch, den breiten
Walzen und der high-impact Farbe. Aber ein Cougar war mein langgehegter Traum und somit hatte ich dem Zerfall,
der schneller voranschritt als ich schauen konnte, entgegenzuwirken. Zugegeben, so war der naive Plan. Die
Realität sollte mir noch die böse Fratze des oft zitierten Zahns der Zeit zeigen.

Der Ursprung:
69er Mercury Cougar
351W
Original mit Schaltgetriebe, umgebaut auf Automatik
Original mit 4x drum brakes, umgerüstet auf Scheibe vorne
Ohne power-steering, ohne AC, ohne irgendwas. Ein Auto für Männer... Einfach nur Auto.
 
 
 
 
Wie oben erwähnt, konnte das geschulte fachmännische KFZ-Schrauber-Auge bei genauem Hinsehen "hier und da"
leichten Rostansatz erahnen, ebenso konnte man bei der abendlich Fahrt gen Sonnenuntergang einen leicht
bläulichen Dunstnebel im Bereich der lieblos angebastelten Auspuffrohre (aber aus Edelstahl, hoppla!) erkennen.
Na, Butter bei die Fische, sind wir ehrlich, das Ding war übersäht mit Rostblasen, Blätterteigblech und der Motor
rauchte, daß bei Annäherung auf ca. 15 km an eine Umweltzone mit einer mehrjährigen Haftstrafe zu rechnen
war. Und ey, daß wusste selbst ich als absoluter Schrauber-Laie, Nixkönner, Autoversager, Dummbatz,
Möchte-Gern-Lina.
Und so begann die Phase des Zerlegens, in der eigens mit Freunden ausgebauten Scheune.
 
 
 
Für der Außenstehenden mögen diese Bilder anmuten, als wäre hier völlig plan- und ziellos abgebaut und
zerlegt worden. Als wäre hier ohne Konzept Lack abgetragen und rumgeschraubt worden, so könnte man
meinen. Als hätte man einfach nicht gewußt, was man denn überhaupt tut. Und so war es auch!
 
 
 
Um nicht Gefahr zu laufen, eine klare Linie in die Restauration zu bringen, wurde, entgegen dem Ratschlag
sachkundiger Ratschläger, begonnen, am Motor zu schrauben und diesen zu zerlegen. Im nächsten Satz werde
ich nun versuchen, eine Vielzahl von Kommas unterzubringen. Dies erfolgt nach Gutdünken. Bedingt durch den
kurzen Einschub mit dem Satz "Gutdünken", der mir, wie ich diesen Text verfasse, am heimischen Computer-
system, einfach wichtig erschien, die, obwohl er mit der Restauration an sich nichts zu tun hat, Thematik aber
auch nicht verfälscht, befinden wir uns bereits mitten in dem Satz, der zuvor als "nächster Satz" betituliert wurde,
und das, obwohl dies nicht der Fall ist.
 
 
 
Ja, ja, zerfleddert, der Arme! Mittlerweile auch ohne Scheiben (die natürlich auch nicht mehr zu retten waren,
wie so geschätzte 98% der Teile am Wagen)
 
 
 
 
Noch den Antriebstrang raus, die Achsen und die gefühlten 450.000 Kleinteile, dann stand er da. So, wie Gott
ihn schuf. Entblösst... Bereit für den Sandstrahler.
 
 
 

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